Schneebergpfarren.at

Aktuelles

Teilen

FRONLEICHNAM – Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi

04.06.2024 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

„Jesus nahm das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern… und sagte: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ (Mk 14, 22-23)

Diesen Auftrag der Einsetzung der Eucharistie hat Jesus seinen Jüngern beim letzten Abendmahl gegeben. Als kirchliches Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi ist Fronleichnam im Jahr 1208 nach einer Vision der hl. Juliane von Lüttich entstanden und wird seither 60 Tage nach Ostern gefeiert (40 Tage nach Ostern – Christi Himmelfahrt, 50 Tage nach Ostern - Pfingsten). Traditionell wird das Fest mit einer Fronleichnamsprozession begangen, in der die Gegenwart Christi in der Eucharistie öffentlich bekannt und in die Welt hinausgetragen wird. Das Wort „Fronleichnam“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „des Herrn lebendiger Leib“. Es hat also nicht mit Tod oder Leichnam zu tun. International wird das Fest mit der lateinischen Bezeichnung „Corpus Christi“ betitelt.

In unserer Pfarre begingen wir das Hochfest am Sonntag, den 2. Juni. Nach der hl. Messe beim Pavillon führte die Prozession hinauf zum Kirchenplatz, wo vor dem wunderschön gestalteten Blumenteppich beim Kriegerdenkmal mit dem eucharistischen Segen und dem feierlichen „Großer Gott, wir loben dich“ der offizielle Teil des Festes endete. Weiter gefeiert wurde jedoch im Innenhof, wo für das leibliche Wohl bestens gesorgt war. Diese Feier war gleichzeitig das Vorgreifen des Vitusfestes, das wir demnächst am Sonntag, den 16.6. mit einem Festgottesdienst begehen werden.

Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ allen, die gekommen sind, und vor allem jenen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!
Fotos finden Sie hier.
Gerti Kirschner

Einladung zur Vitusmesse am Sonntag, dem 16. Juni um 08:30

02.06.2024 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Heuer feiern wir am 16. Juni in einen festlichen Gottesdienst zu Ehren unseres Pfarrpatrons, des Heiligen Vitus (Veit).
Pfarrer Wolfgang Berger zelebriert den Festgottesdienst, der von Monika Bock (Sopran), Andreas Bock (Tenor) und den Puchberger Kolophonisten musikalisch gestaltet wird. (Plakat)

Ein Gemälde, auf dem das Leben und Leiden des Hl. Vitus dargestellt ist, welches aus dem Jahre 1958 stammt, schmückt unsere Kirche. Doch die wenigstens wissen, wer war dieser Vitus eigentlich ?

Vitus wurde in Sizilien geboren und ist um 304 in Lukanien (heute Süditalien) als angeblich 12 Jähriger unter dem römischen Kaiser Diokletian den Märtyrertod gestorben. Der Legend nach wurde Vitus von seinen leiblichen heidnischen Eltern als kleines Kind zu einer Amme und deren Mann zur Erziehung gegeben. Von diesen wurde er gegen den Willen seines Vaters christlich erzogen. Nachdem der leibliche Vatervergeblich versucht hatte, Vitus vom christlichen Glauben abzubringen, geriet er ausser sich vor Wut und drohte Vitus und seinen Zieheltern mit dem Umbringen. Die Amme Crescentia und deren Mann Modeste flohen daraufhin mit Vitus nach Lukanien, wo Vitus verschiedene Wunder bewirkt haben soll. Als Kaiser Diokletian davon hörte, holte er Vitus nach Rom, um seinen besessenen Sohn heilen zu lassen. Nach gelungener Heilung des Kaisersohnes durch Vitus, wurde Vitus wiederum gezwungen, seinen christlichen Glauben aufzugeben. Als sich Vitus weigerte, wurde er den Löwen zum Fraß vorgeworfen, doch die Löwen legten sich vor Vitus nieder und leckten seine Füße. Anschließend wurde Vitus zusammen mit Crescentia und seinem Ziehvater in siedendes Öl geworfen, doch alle drei wurden von Engeln gerettet Zusammen mit Modeste wurde Vitus auf ein Folterband gespannt, um mit den Haken zerfleischt zu werden, doch Blitze  zerschlugen das Martergerät, ein Erdbeben ließ den Tempel einstürzen und die Folterknechte wurden von den Trümmern erschlagen. Anschließend wurden Vitus und seine Zieheltern nach Lukanien zurückgebracht, wo sie starben und begraben wurden.

Die Gebeine von Vitus wurden an verschiedene Orte gebracht, angeblich soll das Haupt des Hl. Vitus im 14. Jhdt. nach Prag überführt worden sein, wo ihm zu Ehren des Veitsdom erbaut wurde und die Reliquie bestattet wurde.
Der Hl. Vitus ist nicht nur der Namenspatron unserer Kirche , sondern auch Schutzpatron zahlreicher Städte und Orte.(z.B. St. Veit an der Gölsen, St. Veit a.d.Triesting (beide NÖ), St. Veit im Pongau (Land Salzburg), St. Veit an der Glan (Kärnten) sowie zahlreicher Orte und Städte in Mitteldeutschland.(z.B. der Stadt Mönchengladbach)
Er ist einer der 14 Nothelfer und gilt u.a. auch als Schutzpatron der Apotheker, Bierbrauer, Winzer, Kupferschmiede und einiger anderen Berufsgruppen und wird auch angerufen, um bei Krämpfen, Tollwut und Schlangenbissen zu heilen.  Dargestellt wird Vitus meist in einem Ölkessel (siehe auch Gemälde in linken Seitenschiff der Pfarrkirche Puchberg).

August Kudas

Ministrantenstunden in der Pfarre Puchberg

02.06.2024 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Am Samstag,  18. 05. 2024 fand um 16.30 eine Ministrantenstunde statt.
Insgesamt kamen 14 Kinder, davon 8 neue Kinder. (Foto hier!)

Emily, Anna, Noemy, Lara, Annika, Katja, Lisa,  Andreas, Antonia,  Peter, Sandra, Max, Christoph und Vici
Um 18 Uhr feierten wir dann alle gemeinsam die hl. Messe. 
Gleich am Anfang begrüßte unser Hr. Pfarrer alle neuen Ministranten,  die dann namentlich aufgerufen wurden und feierlich ein schönes geweihtes Kreuz bekamen. 
Insgesamt hat die Pfarre Puchberg jetzt 30 Ministranten. 
Willst du auch Ministrantin oder Ministrant werden? 

Natascha Mückstein
 

Sternsingerausflug

21.05.2024 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Bei herrlich schönem Wetter fand am Freitag, den 10.05.2024 unser Ausflug zum Familypark nach Rust statt. Dieser wird jedes Jahr von unserem Herrn Pfarrer als Dankeschön an alle Kinder, die sternsingen und/oder ratschen mitgegangen sind, organisiert.

71 strahlenden Kindergesichtern sieht man die Vorfreude auf den Park an!  In Gruppen aufgeteilt und von 18 erwachsenen Begleitern unterstützt wurde der Familypark gestürmt. Ein herzliches Dankeschön allen Eltern und Großeltern, sowie Michael Schmirl, Susanne Steindl und Elisabeth Kopsky von den Schulen, die sich den ganzen Tag für die Kinder Zeit genommen haben – und nicht zuletzt an unseren Herrn Pfarrer!

Dankeschön, es war ein wunderschöner Tag! Fotos finden Sie hier.

Gerti Kirschner

Ratschen in der Karwoche

24.03.2024 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Die Ratschenkinder sind unterwegs!

Gründonnerstag: Ortszentrum Ringrund am Abend um 18:00 Uhr

Karfreitag: Hausbesuche ab 8:00 Uhr bis zur Mittagszeit

Karsamstag: Ortszentrum Ringrund zu Mittag um 12:00 Uhr

Einem alten katholischen Brauch entsprechend, stellen die Glocken in den röm.-kath. Kirchen aus Trauer um das Leiden und Sterben Christi vom Abend des Gründonnerstag bis zur Auferstehung ihr Geläut ein. Anstatt dessen sollten die Gläubigen durch Holzratschen an die Gebetszeiten erinnert werden. Im Volksmund heißt es dazu „Die Glocken fliegen nach Rom“. In Österreich und Süddeutschland, also auch in Puchberg ziehen daher Gruppen von Kindern und Jugendlichen durch den Ort und machen mit ihren Holzratschen auf sich aufmerksam und sagen verschiedene Sprüche auf. Die Sprüche wurden ursprünglich von den älteren Kindern an die jüngeren weitergegeben.
Der bekannteste Spruch ist der sogen. „Eng´lische Gruß“:
„Wir ratschen, wir ratschen den Eng´lischen Gruß, den jeder katholische Christ beten muß. Kniet’s nieder, kniet’s nieder auf Eure Knie, betet’s drei Vater Unser und ein Ave Marie“. (Anm: Der "Eng´lische Gruß" hat nichts mit der englischen Sprache zu tun, sondern kommt vom Gruß des Engels Gabriel.) Der Spruch ist leider heutzutage nicht mehr sehr verbreitet. Bei den Hausbesuchen werden auch Geldspenden, die später einem karitativen Zweck zu Gute kommen und Süssigkeiten von den Kindern gesammelt. Früher war es auch üblich, dass die Kinder Ostereier bekammen. Auch wurden auf den Ratschen die Namen des betreffenden Jugendlichen und das Jahr vermerkt, bedauerlicherweise sind etliche der Ratschen im Laufe der Zeit unbrauchbar geworden und vernichtet worden, dadurch sind auch Informationen bezüglich der teilnehmenden Kinder und des jeweiligen Jahres verloren gegangen.
Analog dem Sternsingen hat sich in unserer Pfarre durch die Wandlung der Gesellschaft auch beim „Ratschen“ einiges geändert. Während früher nur Ministranten als Ratschenbuben meist drei Tage in zwei Gruppen im Ort unterwegs waren, sind es heute mehrere Gruppen, die begleitet von einer Betreuungsperson durch den Ort gehen,
um einerseits den Brauch aufrecht zu erhalten und andererseits auch an die Leiden Christi zu erinnern.
Ursprünglich gab es keine Mädchen, da Ministrantinnen nicht vorgesehen waren, erst in den letzten Jahrzehnten haben auch Mädchen Einzug gehalten

Es sei allen bisherigen aktiven Teilnehmern, Begleitpersonen und Unterstützern für ihr Engagement gedankt und es ist zu hoffen, dass auch beim „Ratschen“ zukünftig genug Kinder und Jugendliche, sowie  Erwachsenen, die als Begleitpersonen und Organisatoren agieren, motiviert zur Verfügung stehen.

August Kudas

 

Fotos finden Sie hier.